Was heisst "Physiotherapie"?

Verabreichung physikalischer Stimulation an verschiedene Organe und Gewebe um eine genesungsfördernde Reaktion des Organismus zu bewirken.

Allgemeines zur Tierphysiotherapie

Seit einigen Jahren ist die Tierphysiotherapie in Amerika, England, Frankreich, Holland und auch immer mehr in Belgien ein fester Bestandteil der medizinischen Betreuung von Pferden und Kleintieren. In der Humanmedizin ist die Physiotherapie kaum mehr wegzudenken; sei es im Bereich der Sportmedizin, der Rehabilitation nach Unfall oder Krankheit, bei orthopädischen Problemen, bei Rheumaleiden oder bei der Prävention und Linderung haltungsbedingter Nacken- und Rückenbeschwerden.

Es gibt heute keinen Spitzensportler, der nicht regelmässig physiotherapeutisch betreut wird. Bei den Haustieren gibt es vergleichbare Beschwerden wie beim Menschen; hervorgerufen durch Traumen (Zerrungen, Quetschungen, Verstauchungen usw.), falsche Körperhaltung, postoperative Einflüsse oder durch die Zucht. Hunde und Pferde, die regelmässige Höchstleistungen erbringen, haben ebenso Anspruch auf eine optimale Betreuung wie menschliche Spitzenathleten. Die Physiotherapie leistet hier einen wichtigen Beitrag.


I Passive Behandlungsmöglichkeiten
1. Manuelle Techniken
  • Weichteiltechniken (z.B.Massage)
  • Lymphdrainage
  • Gelenkstechniken (z.B. Wirbel-säule)
  • Faszientechniken
2. Physikalische Anwendungen
  • Wärme / Heisse Rolle, Wickel
  • Kälte
  • Laser
  • Ultraschall
  • Magnetfeldtherapie
  • Elektrische Muskelstimulation
II Aktive Therapie
1. Therapeutische Übungen unter Einsatz von
    Hilfsmitteln
  • Kräftigung
  • Koordination
  • Haltungsschulung
  • Integration physiotherapeutischer Übungen in den Alltag
  • Schwimmen
  • Laufband
  • Unterwasserlaufband
  • Kreisel
  • Schaukelbrett
  • Cavaletti
  • Trampolin
2. Therapeutische Übungen unter Einbezug des
    Geländes

3. Erstellen und Adaptieren eines Rehabilitations-
    und Aufbauprogramms
  • Aufbau, Verlauf und Begleitung eines Programms
  • Management des Tieres
  • Zusammenarbeit mit Tierarzt, Besitzer und Trainer etc.